Über mich

„Das bin ich – und das hier bin ich auch.
Ich kann so vieles, doch bei weitem nicht alles
Wie ein bunter Blumenstrauß.“

Das Bin Ich – JESKA

Die Reise begann schon so viel früher, als gedacht…

… obwohl oder gerade weil ich tatsächlich wohl eins der ängstlichsten Kinder war, das ich mir so vorstellen kann: Menschen in die Augen schauen, während wir miteinander sprechen? Irgendwo in der ersten Reihe stehen? Laut sein? Gegen Regeln verstoßen? Mich vor eine Kameralinse wagen? und vor allem: vor anderen Menschen singen?!?! Unvorstellbar für mein Kindheits-Ich.

Frühe Faszination

Trotzdem haben mich die performativen Künste wie die Musik, das Theater und der Tanz absolut fasziniert. Vor allem sogenannte „Triple Threats“, die in allen drei Disziplinen sehr gut sind. Bei jeder Möglichkeit habe ich diese Künstler*innen beobachtet und mich immerzu gefragt: „Wie machen sie das alles – und was machen sie, damit das Publikum ihre Show gut findet?“. Naja, damals in den 2000ern waren meine Analysegrundlage diverse Fernsehshows, die wir auf unserem super modernen DVD-Playern mit Aufnahmefunktion aufgezeichnet haben (ja, sowas hatte damals noch nicht jeder 😉 wie nostalgisch). So recht kann ich mich an den nächsten Schritt gar nicht erinnern, denn irgendwann muss ich festgestellt haben, dass man vor allem dann zu einer besonderen Form des Selbstausdrucks kommt, wenn man eigene Lieder schreibt und singt.

Themenwechsel: Ich bin einige Male umgezogen und weiß nicht ob ihr das auch kennt: Ihr wollt eigentlich einfach nur die Umzugskisten packen, und plötzlich lest ihr eure alten Poesiealben durch oder was sich sonst so finden lässt in der einen Schublade, die ihr nie aussortiert habt. Tatsächlich fiel mir da mal ein Heft von NICI (kennt man diesen Kuscheltier-Laden heute noch?) mit dem in Glitzerschrift und Tippex geschrieben Titel „Meine Songs“ in die Hände, das ich schon beinahe vergessen hatte. Mein Fünfte-Klasse-Ich versuchte sich mit noch äußerst spärlichen Englischkenntnissen an einem Welthit darüber, wie toll Bücher sind („books are good, because they are books – but they are so expensive“) …. oh je 😀 Das wird niemals die Öffentlichkeit erreichen, aber für die Geschichte von JESKA ist dieses Event sehr wichtig!

Vor der Musik: Ein Leben voller Tanz

Die ersten Schritte als Singer-Songwriterin waren also unbewusst und noch nicht so lebensverändernd. Als Kind, Jugendliche und junge Erwachsene habe ich mich vielmehr völlig dem Tanzen verschrieben: Von der bayerischen Volkstanzgruppe ging es nach dem Umzug an die Mosel direkt in den karnevalistischen Tanzsport. An diesen Sport habe ich nach einigen parallelen Exkursen in Modern Dance, Flamenco, Zumba und weiteren Einblicken in andere Tanzrichtungen mein Herz verloren (und zugegebenermaßen auch schon einiges an Gelenkgesundheit – aber das ist ein anderes Thema). Neben dem Tanzen habe ich sehr viel Zeit am Klavier verbracht. Tanzen und Klavierspielen waren meine Formen des Selbstausdrucks – mit geschlossenem Mund und in vorgefertigten Mustern, die viel Halt geben können.

Die plötzliche Wendung

Irgendwie sind dagegen diese Anfänge mit Zielrichtung Singer-Songwriterin so lange völlig in Vergessenheit geraten: Ich habe zwar immer mal wieder Geschichten geschrieben, aber nicht gesungen – also wirklich überhaupt nicht, weil ich so große Angst davor hatte, mich auf diese Weise zu zeigen und zu öffnen…

… bis April 2022 aus verschiedenen Gründen meine Welt emotional Kopf stand und plötzlich – Musik in meinem Kopf war, die keinem Lied gehörte, das ich kannte: das Gesamtpaket aus Melodie, Text und einer Ahnung eines Arrangements. Tagsüber habe ich das erst einmal ignoriert. Doch in der darauffolgenden Nacht habe ich mein erstes Lied niedergeschrieben. Es folgten Monat für Monat weitere Lieder, immer dann, wenn irgendwo der Schuh an meinem Herzen drückte. Damals habe ich noch am Klavier komponiert – und immer Angst gehabt, dass mich die Muse irgendwann wieder verlassen könnte, wenn’s mir wieder besser ginge.

Der Weg zum Gesang und zur Gitarre

Ich habe dank meiner eigenen Lieder angefangen zu singen – und zwar so richtig. Die ersten Schritte waren holprig und der Weg steinig. Meine erste Gesangslehrerin konnte zeitweise kaum verstehen, warum ich zu ihr in den Unterricht komme, wenn ich doch so große Angst davor habe zu singen – voll nachvollziehbar! Aber in mir drin war diese Gewissheit: ICH WILL SINGEN! Und ich wusste, dass ich das schaffen werde, wenn ich dran bleibe. 

Als wäre der Gesang damals nicht schon genug gewesen: 2022 habe ich mir meine erste Gitarre gekauft, ohne überhaupt einen einzigen Akkord greifen zu können. Eine schöne schwarze Konzertgitarre über Ebay-Kleinanzeigen, denn ich hatte ein Fable für schwarze Gitarren. Wie so viele wollte ich einfach nur ein paar Songs covern (ich gebe es zu: Taylor Swift spielte bei dieser Entscheidung eine tragende Rolle…). Recht schnell habe ich aber gemerkt, dass es mir liegt, an diesem Instrument Lieder zu schreiben. Mit einem Kapodaster und wenigen Akkorden kommt man da schon ziemlich weit 😀  

Plötzlich auf der Bühne

Mein erster Auftritt als Singer-Songwriterin ereignete sich nach dieser Entdeckung schneller als gedacht – und zwar schon im Oktober 2022. Kein halbes Jahr, seit ich mich Woche für Woche dienstags in den Gesangsunterrichts-Ring schleppte. So ganz von allein kam es zu der Entscheidung zu diesem Auftritt nicht, es war vielmehr eine Verstrickung mehrerer Zufälle innerhalb meines Karnevalsvereins – und ich hätte fast gekniffen. Wie ich so bin, habe ich mir ein persönliches Ultimatum gestellt: „Wenn ich es schaffe, ein Karnevalslied zu schreiben, dann trete ich auf“. Offensichtlich habe ich es geschafft – und so stand ich am 8. Oktober mit meiner gerade frisch ergatterten ersten Westerngitarre (natürlich auch in schwarz) auf der Bühne vor meinem gesamten Verein, habe ein paar Coversongs gespielt und mein erstes eigenes Karnevalslied präsentiert. 

Das irritierendste, bewegendste und lebensveränderndste daran: Sie haben geklatscht. Sie haben Spaß gehabt. Sie haben mitgesungen. Und: Sie haben mir gesagt, dass es toll war, dass ich mich auf die Bühne getraut habe. 

Ich denke, dass die meisten meiner Vereinskollegen gar nicht gemerkt haben, wie verwunderlich und wegweisend diese Rückmeldung für mich war. Dass sie lebensverändernd war, zeigt sich in der Existenz dieser Homepage und der Menge an Auftritten, die ich seither als Musikerin gespielt habe.


Was seitdem geschah…

Seit Januar 2023 war ich mit meiner Popmusik auf diversen Kleinkunstbühnen hauptsächlich in NRW und Rheinland-Pfalz unterwegs. Jeder Auftritt hat mich in gewisser Weise vorangebracht und ich durfte mich vor zahlreichen Zuschauern ausprobieren, um meinen Weg als Künstlerin finden. Ich habe auf dieser Reise neue Freunde kennengelernt und Türen zu einem ganz neuen Lebensgefühl geöffnet.

Ich kann mir ein Leben ohne die musikalische Bühne nicht mehr vorstellen – ist sie doch genau das, was sich mein Kindheits-Ich immer erträumt hat: sich frei zu fühlen und sich ehrlich zu zeigen mit all dem, was es musikalisch und gedanklich mitzuteilen hat.

Raum für alle Gefühle

Eine Einladung an Dich

Musik kann jede Emotion in ein ästhetisches Erlebnis verpacken, egal wie unschön sich der erste leitende Impuls auch angefühlt haben mag. Mit Musik können wir solche Momente in etwas Schönem festhalten und so vielleicht etwas besser loslassen von dem, was uns nicht mehr gut tut. Gleichzeitig schenkt uns Musik die Möglichkeit, eine schöne Erinnerung in eine Hymne zu kleiden, die uns für immer begleitet.

Musik ist Magie – auch oder vor allem im wissenschaftlichen Zeitalter!

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir alle irgendwie von Zeit zu Zeit die gleichen Themen durchleben: vielleicht in andere Geschichten verpackt und mit anderen Figuren an anderen Orten. Vielleicht können meine Texte ja zu deinen Geschichten werden und dir den Raum schenken, den du gerade brauchst.

Warum JESKA?

Hinter JESKA verbirgt sich eine Abwandlung meines bürgerlichen Namens „Jessica“ ( „J“ englisch ausgesprochen). JESKA (das „J“ ausgesprochen so ‚deutsch‘ wie möglich, also [jɛskaː]) ist eine Hommage an all das, was ich ganz ganz früher als ‚falsch‘ angesehen hätte, und das Label dafür, genau das nun in all seiner Richtigkeit auszuleben. Form und Inhalt gehen bei der Erschaffung dieser Künstlerinnen-Identität also Hand in Hand.

JESKA steht für Freiheit und für Ehrlichkeit, für Mut und Selbstvertrauen.

Mit JESKA verlasse ich die Ebene des Sich-Ausprobierens und wende mich dem professionellen Dasein als Singer-Songwriterin und Liedermacherin in der deutschen Pop-Musik zu.

JESKA ist mein Weg, um Träume in die Realität zu überführen.