Eine Sekunde Vergangenheit

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Jahrelang konnt' ich nicht in deine Nähe gehen
Jahrelang konnt' ich dich nicht ansehen
Jahrelang hab ich nachts von dir geträumt
Und jetzt scheint es
Als hätt' ich es alles allein versäumt

Wie der Zufall es will
Du bist heute auch hier am chillen
Ich steh bei dir
Und dann leben wir

Für ne Sekunde Vergangenheit
Es ist soweit
Nur ein Augenblick
Vergessenheit
Es ist vorbei

Jahrelang hab ich zu heilen versucht
Jahrelang laufen wie mit offenem Bruch
Jahrelang hab ich den Schmerz betäubt
Damit ich er sich heut'
In Worten in ein Nichts scheinbar zerstäubt

Ich kann es kaum verstehen
Warum du dich so freust mich zu sehen
Ich war so voller Angst
Dass mein Herz hier zerplatzt

In der Sekunde Vergangenheit
Es ist soweit
Nur ein Augenblick
Vergessenheit
Es ist vorbei

Zwischen alt und neu
Zwischen Schmerz und Freuen
Du bist und bleibst Vergangenheit

Du meinst ich wär' eine Bereicherung für dich
Ich denk du bist aber keine mehr für mich
Dir zeig ich den Finger mit meinem Strahlen
Denn nach 1567 Tagen

Ist das hier eine Sekunde
Nur ein Augenblick

Zwischen Alt und Neu
Zwischen Schmerz und Freuen
Du bist und bleibt Vergangenheit
So soll es sein

© Jessica Fuchs

Kontext

Es ist ein absolutes Gefühlschaos, Menschen zu begegnen, die aus einem anderen Lebenskapitel stammen. Menschen, die einen sehr verletzt haben... und deren Verletzungen lange brauchten, um zu heilen. Ich habe am Tag, nach dem ich diesen Song geschrieben habe, eine ganze Gruppe Menschen getroffen, auf die diese Beschreibung zutrifft - und unerwarteterweise war es irgendwie nett. So, als wäre gar nichts passiert. Das hat mich total verwirrt und einen ziemlichen Konflikt aus Vergangenheit und Gegenwart ausgelöst, dem ich nun dieses Lied als Ergebnis zu verdanken habe.